Wasserstellen für Katzen: so trinkt deine Katze endlich genug

Wusstest du, dass deine Katze von der Afrikanischen Falbkatze abstammt? Deshalb ist das Durstgefühl deiner Katze bis heute oft eher schwach ausgeprägt, ganz so wie bei ihren wilden Vorfahren aus trockenen Regionen. Wir erzählen dir heute, wie wir bei uns zu Hause mit dem Thema Wasserstellen für Katzen umgehen. Kein Fachchinesisch, einfach das, was sich bei uns im Alltag bewährt hat.

Warum das Trinken so wichtig ist

Vielleicht hast du schon gemerkt, dass deine Katze wenig trinkt, obwohl die Wasserschale direkt vor ihrer Nase steht. Das hängt oft mit dem Futter zusammen. Trockenfutter enthält deutlich weniger Wasser als Nassfutter, deine Katze muss diesen Unterschied also aktiv über das Trinken ausgleichen. Bekommt deine Katze überwiegend Nassfutter, nimmt sie darüber schon einen großen Teil ihrer Flüssigkeit auf und trinkt dadurch von sich aus weniger aus dem Napf, das ist also erst mal völlig normal. Klappt der Ausgleich nicht, kann der Urin zu konzentriert werden, im schlimmsten Fall entstehen Blasensteine oder eine chronische Nierenerkrankung, die im Alter leider häufig vorkommt. Genug zu trinken ist also wirklich kein Detail, sondern etwas, das die Gesundheit deiner Katze über Jahre hinweg beeinflusst.

Der Trick liegt im Standort

Ist dir schon aufgefallen, dass deine Katze das Wasser eher meidet, wenn es direkt neben dem Futternapf steht? Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass Wasser in der Nähe von Beuteresten in freier Wildbahn leichter verunreinigt werden konnte. Ob das wirklich der Grund ist, wird in der Wissenschaft noch diskutiert. Trotzdem machen wir bei uns die Erfahrung, dass unsere Katzen deutlich lieber trinken, wenn das Wasser getrennt vom Futter und von der Toilette angeboten wird.

Wir stellen unsere Näpfe deshalb nie direkt neben den Futternapf oder das Katzenklo. Stattdessen suchen wir uns Plätze auf der sogenannten Katzenautobahn, also dort, wo unsere Katzen sowieso ständig entlanglaufen. Auf jeder Etage steht bei uns eine Station, damit unsere Katzen im Vorbeigehen mal kurz nippen können, ganz ohne dass wir sie extra zum Trinken animieren müssen. Achte außerdem auf einen ruhigen Platz ohne Zugluft und Trubel, auch das macht bei deiner Katze einen spürbaren Unterschied.

Wassernapf oder Trinkbrunnen?

Warum wir auf Näpfe setzen

Wir haben uns bewusst für mehrere Glasnäpfe entschieden, weil sie sich unkompliziert reinigen lassen und das für unseren Alltag am besten funktioniert. Bei uns kommen dicke Glasnäpfe zum Einsatz, die wir morgens und abends komplett austauschen und einfach in die Spülmaschine geben. So bleibt das Wasser wirklich immer frisch. Das ist unsere persönliche Empfehlung, das heißt aber nicht, dass ein Wassernapf aus Edelstahl oder Keramik für deine Katze schlechter wäre. Finde einfach heraus, was bei euch zu Hause am besten passt.

Was für und gegen einen Trinkbrunnen spricht

Ein Trinkbrunnen ist bei vielen beliebt, und das aus gutem Grund. Bewegtes Wasser kann deine Katze zum Trinken animieren, weil dieser Instinkt noch aus freier Wildbahn stammt, wo fließende Gewässer oft sauberer waren als stehende Pfützen. In Pumpen und Schläuchen kann sich allerdings mit der Zeit Biofilm bilden. Deshalb solltest du einen Trinkbrunnen regelmäßig, am besten einmal pro Woche, vollständig auseinandernehmen und reinigen, auch die Pumpe und den Filter. Bei uns war uns dieser Aufwand im Alltag ehrlich gesagt zu groß, deshalb sind wir bei den Näpfen geblieben. Wenn du dich für einen Brunnen entscheidest, ist das aber eine völlig legitime Lösung, die bei vielen zu Hause richtig gut funktioniert.

Mehrere Wasserstellen machen den Unterschied

Gerade im Mehrkatzenhaushalt oder in einer größeren Wohnung helfen mehrere Wasserstellen dabei, dass deine Katze unterwegs immer wieder trinken kann. Wir haben deshalb auf jeder Etage bei uns eine Station stehen. So muss deine Katze nie einen großen Umweg machen, um an Wasser zu kommen, und trinkt am Ende ganz automatisch mehr, ohne dass du sie dazu drängen musst.

So bleibt es hygienisch

Ein paar einfache Regeln, an die wir uns halten: Wir wechseln das Wasser täglich, am liebsten sogar zweimal, besonders im Sommer. Unsere Schalen sind spülmaschinenfest und landen täglich darin. Nutzt du bei dir einen Wassernapf aus Keramik oder Edelstahl, gilt das genauso. Hast du einen Trinkbrunnen, reinige ihn einmal pro Woche komplett, Pumpe und Filter inklusive. Und denk daran, der Standort sollte bei dir immer fernab von Futter und Katzenklo liegen.

Zum Schluss

Schon kleine Veränderungen können dazu beitragen, dass deine Katze häufiger trinkt und ausreichend Flüssigkeit aufnimmt. Ob Napf oder Trinkbrunnen ist am Ende Geschmackssache, wichtig ist einfach, dass du es konsequent sauber hältst und deiner Katze das Wasser leicht zugänglich machst. Probier es einfach mal aus, deine Katze wird es dir danken.

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